Das Waldhorn

Das Waldhorn ist ein Blechblasinstrument mit enger konischer Mensur, das im Orchester seit dem 18. Jahrhundert einen festen Platz hat.

 

Geschichte

Ein Horn ist grundlegend eine etwa kreisrund gewundene Röhre mit tangential herausragendem Mundrohr (zur Aufnahme des Mundstücks) und Schallbecher, die bei Verwendung von Ventilen während des Musizierens in ihrer Länge verändert werden kann.

Das Horn als Musikinstrument bestand in seiner Urform aus eine m Tierhorn, genauer einer Hornscheide der Cavicornia genannten Tiergruppen (Rinder, Schafe, Ziegen).

Das Horn wurde dabei an der abgeschlagenen Spitze oder an einer seitlich gebohrten Öffnung angeblasen.

Die ältesten Hörner gehen auf Schnecken- und Muschelgehäuse, Röhrenknochen, Tierhörner, Holz, Terracotta und Metall zurück. Sie fanden unter anderem für kultische und militärische Zwecke Anwendung.

Ausführungen

Die Ausführung gibt es im Bereich der klassischen Musik und der Blasmusik als F-,B- oder seltener Es-Horn.

Besteht ein Horn aus zwei separaten Ventilzugverlängerungen, bezeichnet es ein Doppelhorn. Üblich ist eine F-/B-Stimmung, es gibt aber auch Doppelhörner in B/hoch-F.

Ein Tripelhorn vereinigt drei Grundstimmungen: F/B/hoch-f. Sehr selten sind die hoch-B-Hörner. Sie haben die gleiche Grundstimmung wie die weitverbreitete B-Trompete, sind aber in Hornform gebaut.

In Wienbesteht bei den WienerPhilharmonikern noch die Tradition des einfachen F-Horns (Wiener Horn) mit speziellen Pumpenventilen und aufgesetzte m kreisrundgebogenem Mundrohr.

Verwendung

Das Horn wurde abhängig von seiner Entwicklungsstufe und der Epoche sehr unterschiedlich eingesetzt. Die Entwicklung reicht von Signalrufen (Jagdmotive) im Barock (meist paarweise auftretend, bis hin zum „klangfüllenden“ romantischen Stilmittel in der Sinfonie, wobei die Signaleigenschaft in den Hintergrund tritt, die Assoziation mit der Natur jedoch geblieben ist.

Im Sinfonieorchester sitzen die Hornisten gewöhnlich in einer Viererformation links (vom Publikum aus gesehen) von den Holzbläsern, die sie somit vom „schweren Blech“ (Trompeten, Posaunen, Tuba) trennen.

Dies ist so, weil das Horn klanglich gesehen auch, für manche vor allem, zu den Holzblasinstrumenten gehört. Grob gesehen ist die Anzahl der Hörner im Orchester auch im Laufe der Zeit angestiegen. Richard Strauss verlangt in seiner Alpensinfonie eine Besetzung von 4 Hörnern auf der Bühne und zusätzlich noch weitere 12 hinter der Bühne.

Auch im Jazz wird das Waldhorn als besondere Klangfarbe eingesetzt.

Anforderungen

Dem Unterricht vorangehen sollte allgemeine Musikerziehung, dies ist aber nicht zwingend notwendig. Ein gutes Gehör ist sehr wichtig.